Unser Kaninchenspeiseplan


Unsere Tiere erhalten von uns ein sehr abwechslungsreiches Futter.
Wir sind der Meinung, dass dies das wichtigste überhaupt ist.
Probleme wie Enterocolitis treten überwiegend auf,
wenn sich die Tiere regelrecht mit Futterpellets überfressen.

Wir geben Pellets, als Müsli Futter.
Wenn die Tiere die kritische Phase überschritten haben, wird gemischt.
2/3 Kräuter Pellet, 1/3 Struktur in Müsli oder Pelletform


Unsere Futtermischung sieht wie folgt aus:

Struktur Müsli oder dies in Pellet Form
Kräuter in Pellet Form

 

Die Lux und Marburger Feh Kaninchen täglich ca. 100 ml.
unsere Satin ca. 150 ml.


Bei älteren Tieren grundsätzlich weniger, da sonst eine Verfettung droht,
es reichen in der Regel ca. 50 ml.


Brot bzw. Brötchen gibts max. 1 x die Woche!

Heu

Das Grundnahrungsmittel unserer Kaninchen!!!

Ein gutes abgelagertes (mind. 3 Monate alt) und vor allem staubfreies Heu,
darf in keinem Stall fehlen.

Am besten mit dem Bauer absprechen, dass man den 1. Schnitt bekommt.
Der 2. Schnitt, die so genannte Öhmd ist bei den Kaninchen nicht so der “Renner“,
da diese sehr weich ist.

Wir Füttern Heu das GANZE JAHR über!

 

Unser Speiseplan im Herbst/Winter
 


Petersilie


Petersilie (Krause Petersilie) ist nicht nur als Küchengewürz bekannt,
NEIN, es ist bei den Kleintierzüchtern eine äußerst wichtige Pflanze.
Frisst einmal ein Kaninchen nicht, mit Petersilie ist die „halbe Miete“ gewonnen.
Wir wissen selbst nicht an was es liegt.
Aber mit Petersilie hatten wir zu 95% stets Erfolg.

Wir geben Petersilie sobald er anfängt zu Wachsen mind. 1 x pro Woche.
Den ganzen Sommer über, im Winter solange zu holen ist.

Äpfel


Da wir unseren Tieren gerne auch etwas frisches Anbieten,
glücklicherweise auch eigene Apfelbäume haben,
bekommen unsere Kaninchen täglich ein 1/4 eines ganzen Apfels.
Das ist das erste worauf die Kaninchen sich bei der Fütterung freuen.


Karotten


Karotten sind reich an Ballast- und Mineralstoffen.
Sie enthalten fettlöslichen B-Karotin, Vorstufe von Retinol (Vitamin A)
Wir füttern diese mal zwischendurch bzw. wenn wir keine Äpfel mehr haben,
jedoch dann ab März bis es Grünfutter gibt.


Futterkarotten sind nicht teuer, der 25kg Sack kostet zw. 3 – 5 €uro.

 

 

Markstammkohl

 

 

 

 Der Markstammkohl ist bei den Kaninchenzüchtern eine hochwillkommene,
überaus ertragreiche Futterpflanze,
welche leider in unseren Gärten noch viel zu wenig anzutreffen ist.
Weit verbreitet war sie bis in die 70er-Jahre des soeben zu Ende
gegangenen Jahrhunderts vor allem in norddeutschen Regionen,
und dies besonders als Rinderfutter.
In Süddeutschland baute man sie gebietsweise zur Wildfütterung an,
daneben schließlich auch als Kaninchenfutter.
Im Laufe der Zeit eroberte sie sich auch nach und nach die übrigen deutschen Lande,
ohne jedoch flächendeckend den rechten Durchbruch zu schaffen.
Wir bauen jährlich ca. 50 - 70 solcher Futterpflanzen an und geben diese
wenn die Tiere Nachwuchs erhalten haben, aber sehr gemäß!!!

 

Der Grünkohl

 

In Norddeutschland trifft man den Grünkohl bedeutend öfter an als im Süden.
Er soll angeblich hervorragend schmecken und übersteht auch besonders starken Frost.
Wir geben dies im Winter als Beifutter.
Grünkohl hat einen sehr hohen Anteil an Vitamin C.


Zweige  (z.B. vom Baumschnitt)

Wenn wir im Winter/Frühling unsere Obstbäume schneiden,
geben wir unseren Kaninchen sehr junge Triebe.
Sehr gerne werden auch Tannenzweige gefressen.
In wie weit dies zur Ernährung unterstützend ist kann ich nicht Beantworten,
jedenfalls schmeckts und die Tiere sind beschäftigt und haben was zum Nagen.


Unser Speiseplan im Frühling/Sommer

Wenn dann der Winter vorbei ist und die ersehnten Sonnenstrahlen endlich da sind,
stellen wir unser Winterfutter auf Sommerfütterung um.
Aber ganz wichtig, zu Beginn vom ersten Grünfutter sehr wenig den Tieren verabreichen,
bis diese es gewöhnt sind.
Sonst kann es passieren dass die Tiere ganz schnell Durchfall bekommen.


Der Löwenzahn

Auf unserer Wiese wächst natürlich auch der Löwenzahn.
Unsere Tiere sind ganz gierig danach.
Löwenzahn sind so ziemlich die ersten Futterpflanzen im Frühling.
In der Naturmedizin wird der weiße Milchsaft zur so genannten Blutreinigung verwendet.
Früher zur Heilung von Augenkrankheiten.
Löwenzahn regt den Stoffwechsel an sowie die Bildung von Magensaft und Galle.
Auch hat man in früheren Jahren Warzen damit behandelt.

Täglich frisch gestochener Löwenzahn und die Tiere gedeihen prächtig.

Zu mir sagte einmal ein Landwirt; auf einer Wiese wo man fast täglich Futter holt,
sollte ein abwechslungsreiches Futter stehen.
Du wirst ja mit Sicherheit auch nicht jeden Tag dasselbe verzehren!


Spitzwegerich
 

Grünfutter geben wir ab ca. Juni 2- 3 mal die Woche.
Dies hat auch den einen Grund, dass die Kaninchen kaum mehr Heu Fressen wollen.
Auf unserer Wiese wächst z. B. der Spitzwegerich. Die Tiere nehmen dies sehr gerne zu sich.
In der Naturmedizin wird die Pflanze bei entzündlichen Veränderungen
der Mund und Rachenschleimhaut verwendet.

 

 

Frauenmantel

 

Auf unserer Wiese steht mitunter auch der Frauenmantel,
die ganzblättrige Art bildet ein gutes Mähfutter das von unseren Kaninchen sehr gerne gefressen wird.

In der Volksmedizin wurde der Frauenmantel zur Behandlung von Wunden,
Blutungen, Geschwüren, Nierensteinen sowie Kopf- und Bauchschmerzen verwendet.


Johanniskraut

Das Johanniskraut hat sich bei uns ebenfalls gut verbreitet.
Wir Füttern es garantiert nicht wie klinischen Studien berichtet,
dass es bei depressiven Verstimmungen eingesetzt wird, sondern zur Abwechslung. 


Liebstöckel (Maggikraut)

Liebstöckel oder auch Maggikraut genannt,
haben wir an verschiedenen Ecken im Garten gepflanzt.
Liebstöckel soll gut für die Verdauung sein.
Früher wurde es sogar als Mittel für die Geburtshilfe verwendet
.

Schafgarbe


Was auf unserer Wiese schon fast überhand nimmt ist die Schafgarbe.
Angeblich soll es krampflösend, entzündungslinderns, magenberuhigend und bei Frauenleiden helfen.
Schafgarbe enthält einen gewissen Anteil an ätherischen Ölen.
Er wächst auf alle Fälle sehr gut und ist ein prima Futter.


Kamille

Was natürlich nicht auf der Wiese fehlen sollte ist die Kamille.
Man denkt sofort an den Kamillentee wo man bei starken Magen- und Darmschmerzen gerne zu sich nimmt.
Kamille hilft bei Blähungen, krampfartigen Beschwerden beim Verdauungstrakt,
Entzündungen in der Mundhöhle sowie Zahnfleischerkrankungen.
In der Volksmedizin, besonders in romanischen Ländern wird Kamillentee
als Schlaftee und Beruhigungsmittel verwendet.


Stroh 

Nun haben Sie unsere Fütterungsweise gesehen bzw. gelesen.
Wir sind der Meinung, ABWECHSLUNG ist das A und O in den Tierbeständen.
Besonders was wir zum Schluß noch erwähnen wollen!
Nicht zu vergessen sind Rohfaserprodukte.
Sprich täglich unbedingt Heu und ca. 2 x mal die Woche eine Hand voll Weizen- oder Gerstenstroh.
Beim Haferstroh muss man aufpassen, nicht das es abfärbt. (Bei weißen Tieren).

Wir hoffen durch einen kurzen Einblick in unsere
Fütterungsweise Ihnen ein "Stück" weit geholfen zu haben,
besonders bei "Anfängern" denken wir ist jede Hilfe willkommen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und Erfolg bei der Fütterung,
aber vor allem KERN gesunde Tiere.


 

 



 


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